Novo has published a German translation of my spiked article on “beware of greens in progressive clothing”.

Die Umweltbewegung hat ein düsteres Menschenbild. Sie bevorzugt die unberührte Natur gegenüber dem menschlichen Leben. Kein Versuch, die Tatsachen zu verdrehen, wird davon ablenken können.

Man kann das Verhältnis zwischen Mensch und Natur auf zwei grundsätzlich verschiedene Weisen verstehen. Entweder sollten Menschen die Natur zu ihrem eigenen Vorteil umgestalten oder sie sollten natürliche Grenzen respektieren.

Die erste Sichtweise ist auf den brillanten englischen Philosophen, Staatsmann und Wissenschaftler Francis Bacon (1561–1626) zurückführen. Bacon führte die Position der Aufklärung ein, wonach der Mensch die Natur beherrschen sollte. Hiermit ist nicht gemeint – wie es Grüne manchmal unterstellen –, die Natur zu zerstören, sondern sie für die Zwecke des Menschen nutzbar zu machen.

Viele Schlüsselfiguren der Aufklärung, darunter die französischen Enzyklopädisten Jean-Baptiste le Rond d’Alembert und Denis Diderot, erkannten den entscheidenden Beitrag, den Bacon für die Moderne geleistet hatte. Der deutsche Philosoph Immanuel Kant bejubelte Bacon im Vorwort zu seiner „Kritik der reinen Vernunft“.

Es lässt sich überzeugend argumentieren, dass es Bacon war, der die Weichen für den Fortschrittsgedanken stellte. In seiner Studie „The Idea of Progress“ von 1920 vertrat der irische Historiker John Bagnell Bury die Position: „Bei Bacon ist der eigentliche Zweck der Naturerforschung nicht die Befriedigung der spekulativen Neugier, wie es für die alten Griechen der Fall war. Es geht ihm vielmehr um die Herrschaft des Menschen über die Natur und dass diese möglich sei, vorausgesetzt, der Mensch findet neue Methoden, die Probleme anzugehen.“

Rückblickend hatten Bacons Unterstützer die Bedeutung seiner Erkenntnisse richtig erkannt. Mit der Neugestaltung und Nutzbarmachung der Natur zu unserem eigenen Vorteil haben wir eine viel wohlhabendere Gesellschaft geschaffen. Das ganze Spektrum von Flugzeugen, Autos, Computern, Elektrizitätsleitungen, Krankenhäusern, Schulen, Eisenbahnen, Straßen, Telefonen, Universitäten etc. wäre anders kaum denkbar. Trotzdem ist der Name Francis Bacon weitgehend in Vergessenheit geraten. Mit Ausnahme grüner und feministischer Autoren, die ihn als Verfechter einer Vergewaltigung der Natur verhöhnen.

Tatsächlich gingen mit Massenwohlstand und wirtschaftlichem Fortschritt enorme Vorteile für die Menschheit einher. Diese Verbesserung ließe sich an vielen Beispielen belegen, das auffälligste ist sicher die durchschnittliche Lebenserwartung. Lag sie im Jahr 1800 noch bei 30 Jahren, so steht sie heute bei weit über 70 Jahren. Allein diese Steigerung – wir sprechen von einem globalen Durchschnitt – entlarvt die Behauptung, nur Wohlhabende hätten von dieser Entwicklung profitiert, als Lüge. Ein Durchschnitt von rund 40 zusätzlichen Jahren ist eine erhebliche Errungenschaft, ein Grund zum Feiern.

Und doch ist die Auffassung, der Mensch solle die Vorherrschaft über die Natur anstreben, aus der Mode gekommen. Seit den 1970er-Jahren hat sich ein alternatives Verständnis der Beziehung zwischen Mensch und Natur durchgesetzt. Dieser Idee zufolge soll der Mensch durch natürliche Grenzen umzäunt werden, und wird er dies nicht, werden wir alle möglichen schrecklichen Folgen zu spüren bekommen.

Dieser Gedanke wird meistens auf den britischen Ökonom Thomas Malthus (1766–1834) zurückgeführt. Laut Malthus äußern sich die natürlichen Grenzen in Form der Überbevölkerung. In seinem Essay „On the Principle of Population“ von 1798 verteidigte er die These, dass wir entweder die menschliche Bevölkerung kontrollieren müssten oder Hungersnöte und Krieg die Folgen wären. Malthus’ Werk hat seit jeher Konservative, Pessimisten und Misanthropen beeinflusst.

Dabei war seine Argumentation nicht sonderlich originell. Schon vor ihm war die Idee, der Mensch sei an natürliche Grenzen gebunden, durchaus populär. Prominenz erreichte Malthus jedoch dadurch, dass seine Schriften eine direkte Antithese zum Optimismus von Aufklärern wie Nicolas de Condorcet, William Godwin und Adam Smith darstellten. Malthus versuchte den Glauben an die Vernunft zu untergraben sowie den Pessimismus zu verteidigen, als sich dieser in der Defensive befand.

Malthus’ Vorhersagen haben sich in den letzten zwei Jahrhunderten als bemerkenswert falsch herausgestellt. Die Weltbevölkerung ist um das Siebenfache größer als die Population zu Malthus’ Zeiten und es geht der Menschheit besser als früher. Obgleich die Welt weit von der Perfektion entfernt ist, lebt der Mensch im Schnitt länger und gesünder als jemals zuvor. Unter diesen Umständen sollte es nicht überraschen, dass sich Malthusianer seit eineinhalb Jahrhunderten in Erklärungsnot befinden.

Bedauerlicherweise erleben ähnliche Ideen in modifizierter Gestalt seit den 1960er-Jahren eine Renaissance. Diesmal liegt die Betonung weniger auf dem Begriff der „Überbevölkerung“ (auch wenn dieser Gedanke nicht verschwunden ist) als auf dem des „Überkonsums“. Die grüne Bewegung hat die Idee der natürlichen Grenzen in einer geringfügig anderen Verkleidung neu erfunden.

Diese Vorstellung lässt sich nicht auf eine Gruppe von NGOs oder selbsternannten grünen Parteien begrenzen. Vielmehr war sie in den 1970er-Jahren unter westlichen Regierungen und internationalen Organisationen zum Mainstream avanciert. Geführt wird die Diskussion unter dem Banner der „Nachhaltigkeit“, was im Grunde ein Codewort für „ewige Entbehrung“ ist. Von diesem Standpunkt aus belächeln die Grüngesinnten den Massenkonsum und wollen der ökonomischen Entwicklung ärmerer Länder zum Wohle der Umwelt Einhalt gebieten.

Humboldt als Umweltaktivist

Eines der Hauptziele von Andrea Wulfs äußerst positiv rezipierten Buch „The Invention of Nature: Alexander von Humboldt’s New World“ 1 besteht darin, die Geschichte des grünen Denkens umzuschreiben. Das soll mit Verweis auf den deutschen Wissenschaftler Alexander von Humboldt (1769–1859) geschehen, der eine attraktivere historische Figur als Malthus ist.

Humboldt war möglicherweise der bekannteste Entdeckungsreisende und Wissenschaftler seiner Zeit. Seine Popularität war mit der Napoleons vergleichbar. Er traf und beeinflusste eine atemberaubende Reihe historischer Figuren: Von Goethe und Schiller über den US-Präsidenten Thomas Jefferson bis zum südamerikanischen Revolutionär Simón Bolívar. In seiner Autobiografie hielt Charles Darwin Humboldt zugute, in ihm die Leidenschaft für die Naturwissenschaften entfacht zu haben. Humboldt ist der Nachwelt am besten bekannt für seine sechs Jahre dauernde Expedition durch Lateinamerika. Bei dieser führte er, trotz vieler Rückschläge, eine systematische botanische Studie zehntausender Pflanzen durch. Darüber hinaus war er ein überzeugter Gegner von Kolonialismus und Sklaverei.

Wäre Wulfs Buch eine reine Biografie einer zu Unrecht vernachlässigten historischen Persönlichkeit, würde es all die Anerkennung verdienen. Die vielen Fans des Buches scheinen jedoch das eigentliche unkluge Ziel des Buches entweder zu ignorieren oder dessen Bedeutung zu unterschätzen. Denn im Prolog des Werkes macht es sich die Autorin zur Aufgabe, „zu verstehen, warum wir über die natürliche Welt so denken, wie wir es tun“. In dieser Hinsicht ist das Buch ein Fehlschlag. Zu diesem Zwecke hätte sie sich nicht auf Humboldt fokussieren, sondern sich kritisch mit den sich wandelnden Sichtweisen auf die Natur beschäftigen müssen. Auf einer fundamentaleren Ebene führt die Diskussion über Humboldts Leben zu einer Vernachlässigung grüner Ideen, die schon vor ihm existiert haben.

Der eigentliche Fokus von Wulfs Untersuchung gilt Humboldts „Naturgemälde“ aus den „Ideen zu einer Geographie der Pflanzen nebst einem Naturgemälde der Tropenländer“ (1805). Diese Skizze Humboldts zeigt, dass die Natur ein komplexes Netz ist, in dem alles mit allem zusammenhängt. In dieser Hinsicht nahm es die Idee vorweg, die zeitgenössische Umweltaktivisten gerne als „Gaia“ bezeichnen.

Anstatt die Bedeutung der Skizze herauszuarbeiten, behauptet Wulf schlicht, sie artikuliere einen grundlegenden Gedanken grünen Denkens. Doch die Behauptung, der Mensch sei ein Teil der Natur und spiele keine Sonderrolle, ist ein Schlüsselelement antihumanistischen Denkens. Und das blendet sie aus. Vor dem Hintergrund einer grünen Perspektive ist es einleuchtend, Menschen essenziell mit Tieren gleichzusetzen. So ist auch die Idee einzuordnen, der Mensch sei schlimmer als andere Lebewesen, da er das natürliche Gleichgewicht zerstört. Den Menschen als schlicht einen Teil der Natur zu sehen, ist nichts anderes, als für die Achtung natürlicher Grenzen zu argumentieren.

Tatsächlich war Humboldt eher Empirist als jemand mit einem weiteren philosophischen Interesse. Sein „Naturgemälde“ war schlicht ein Versuch, die Natur aus seiner Sicht zu beschreiben. Im Gegensatz zu Malthus leitete Humboldt keine unverhohlenen politischen Ansichten aus seinem Naturverständnis ab. Mit ihrer Klassifizierung von Humboldt als grünen Denker projiziert Wulf ein modernes Naturverständnis in eine frühere Epoche zurück.

Diese unerfreuliche Tendenz, aktuelle Auffassungen auf die Vergangenheit zu projizieren, findet sich auch in Wulfs Bezügen zum Klimawandel. Mit ihrer Feststellung, dass Humboldt zu den Ersten gehörte, die erkannten, dass Menschen einen Einfluss auf das Klima nehmen können, behält sie vielleicht Recht. Aber genau hierin liegt der Unterschied zu den aktuellen Debatten, den Wulf nicht erkennt. Selbst die heute abschätzig „Klimaleugner“ genannten Zeitgenossen würden akzeptieren, dass Menschen das Klima verändern können. Die heutige grüne Orthodoxie zeichnet sich hingegen durch die Behauptung aus, eine habgierige Menschheit steuere auf eine Klimakatastrophe zu. Der Grad der Problemerzeugung durch den Menschen wird über- und der die Fähigkeit zur Problemlösung wird unterschätzt.

„The Invention of Nature“ funktioniert als faszinierende Biografie, versagt aber am selbst auferlegten Ziel, das menschliche Verständnis der Natur zu untersuchen. Es ist ein fehlgeleiteter Versuch, die Geschichte des Öko-Denkens mit dem Abenteuer und Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt als Begründer umzudeuten. Das Buch scheitert daran, das essenzielle Merkmal des grünen Denkens zu identifizieren und zu erkennen, dass die intellektuellen Vorläufer der Grünen vor Humboldt gelebt haben.

Der Ökomodernismus

Das von mehreren Autoren verfasste Ecomodernist Manifesto stellt einen alternativen Versuch dar, die Ökologie in einem positiven Licht erscheinen zu lassen. Seine Verfasser räumen ein, dass die wirtschaftliche Entwicklung gewaltige Fortschritte gebracht hat, aber sie wollen an einem ökologischen Ideal festhalten.

Zu diesem Zweck teilen sie natürlichen Grenzen in zwei Gruppen auf: So soll die Menschheit ihren Einfluss auf die Natur reduzieren, aber sie muss nicht mit der Natur in Harmonie leben: „Wir stehen zu einem alten ökologischen Ideal, nämlich dass die Menschheit ihren Einfluss auf die natürliche Umwelt begrenzen muss, um der Natur mehr Raum zu lassen, aber wir lehnen ein anderes Ideal ab, nämlich dass menschliche Gesellschaften mit der Natur harmonisieren müssten, um einen zukünftigen wirtschaftlichen und ökologischen Kollaps zu verhindern.“

Eine solche Position wird sich kaum aufrechterhalten lassen. Denn wirtschaftlicher und sozialer Fortschritt hängen exakt vom zunehmenden Einfluss des Menschen auf die Natur ab. Wir müssen unsere Kontrolle über die Natur ausdehnen, statt sie zu reduzieren. Hunger, Krankheit und sogar Knappheit sind immer noch große zu bewältigende Herausforderungen. Selbst dem Klimawandel in dem Maße, wie er tatsächlich ein Problem ist, angemessen entgegenzutreten bedeutet, die technischen Möglichkeiten des Menschen zu erweitern, nicht sie zurückzuschrauben.

Die Autoren des „Ecomodernist Manifesto“ versuchen sich an der Quadratur des Kreises, indem sie die menschliche Entwicklung von den Auswirkungen auf die Natur entkoppeln möchten. Sprich: Menschen sollen weiter prosperieren und dabei gleichzeitig auf den Naturschutz achten. Hier verwischen aber wichtige Unterschiede. Menschen sollten beispielsweise die Möglichkeit haben, einen Teil der Wildnis so zu belassen, wie er ist. Das sollte aber auf der Basis von menschlichen Interessen geschehen und nicht, um natürliche Grenzen zu respektieren.

Durch eine so pragmatische Herangehensweise vermeidet es das Manifest, demselben Negativismus zu erliegen wie das grüne Denken. Wie man an klaren Anzeichen erkennt, schlummert eine diffuse Furcht vor dem wirtschaftlichen Fortschritt jedoch nicht allzu tief unter der Oberfläche. So zum Beispiel, wenn die Rede davon ist, die Effizienz der Rohmaterialverarbeitung zu steigern, aber an keiner Stelle die Effizienz menschlicher Arbeit erwähnt wird. Denn die Arbeitsproduktivität – die Menge, die für jede Stunde oder jeden Tag menschlicher Arbeit produziert werden kann – ist der Schlüssel zum ökonomischen Fortschritt. Um weltweit Knappheit zu beseitigen und Wohlstand für alle zu erreichen, müsste die durchschnittliche Arbeitsproduktivität erheblich gesteigert werden.

Ein verwandtes Problem ist mit der im Manifest erwähnten Linderung der Armut verbunden. Auf den ersten Blick scheint die Forderung einwandfrei. Wer könnte sich schon dagegen aussprechen? Das Manifest konzentriert sich jedoch nur darauf, die extremsten Formen materieller Entbehrung zu beseitigen, statt materielle Erfüllung für alle Menschen anzustreben. Dadurch verzichtet es auf das Streben nach Wohlstand für alle.

Der Ökomodernismus kann als kohärente Vision nicht funktionieren, weil das grüne Denken im grundlegenden Widerspruch zur Moderne steht. Eine wirklich moderne Vision muss auf den Bedürfnissen des Menschen aufbauen. Eine Diskussion über den Planeten zu führen, als hätte er eigene Interessen und Bedürfnisse, ist sinnlos. Schließlich sprechen wir im Wesentlichen von einem Gesteinsklumpen, der die Sonne umkreist. Die Erde ist kein bewusstes Wesen und kann nie eines werden.

Die Ökomodernisten versuchen lediglich, dem grünen Denken einen neuen Anstrich zu verpassen. Sie relativieren seine anithumanistischen Prämissen und negativen Konsequenzen, sie verpacken seine misanthropischen Eigenschaften neu, um es schmackhafter zu machen.

Heute ist es wichtiger als je zuvor, auf einem humanistischen und aufklärerischen Verständnis der Mensch-Natur-Beziehung zu beharren. Damit geht einher, dass Menschen ihre Kreativität und Ambition nicht einer unangetasteten natürlichen Welt unterordnen sollten. Im Gegenteil verdanken wir unsere gewaltigen Fortschritte unserem Erfolg bei der Beherrschung der Natur. Wenn überhaupt, müssen wir diese Entwicklung fortsetzen und keinen Schritt zurückgehen.

Möglicherweise ist es auch an der Zeit, den Ruf von Francis Bacon zu rehabilitieren und seinen enormen Beitrag zur Moderne anzuerkennen. Ohne seine Erkenntnis, dass der Mensch nach der Beherrschung der Natur streben sollte, wären wir alle viel schlechter dran.

This is my latest comment for IPE magazine.

It is a tragedy that a basic truth has been forgotten. The world is going to need huge amounts more energy for everyone to achieve reasonable living standards.

Recent World Bank statistics on global poverty make sobering reading. The trend is improving over time, but, in 2012, there were still 896m people living on less than $1.90 a day. More than 2.1bn people were living on less than $3.10 a day.

For such people to enjoy Western living standards, it will be necessary for them to have levels of energy consumption on a par with the developed world. The same is true for the billions more who are not in dire poverty but whose income levels are still well below those of the West.

That means there is a moral imperative to strive for a world in which far more energy is produced. The alternative – whatever politically correct language it is dressed up in – means condemning billions to remain in poverty. That may be the preferred option of the West’s green-tinged elite, but it should not be acceptable to the rest of us.

In the abstract, it does not matter where the energy comes from. The key criterion should be pragmatic – whatever works best. The priority should be to produce as much energy as cheaply and efficiently as possible.

In practice, at least in the short and medium term, the vast bulk will come from fossil fuels. According to the BP Statistical Review of World Energy 2015, fossil fuels (oil, natural gas and coal) accounted for 86% of world energy consumption in 2014 compared with less than 3% for all forms of renewables (wind, geothermal, solar, biomass and waste). That is despite a huge drive by many Western governments over many years to promote renewables and stigmatise fossil fuel use. It is also worth remembering that many environmental campaigners also reject nuclear energy (about 4% of global consumption) and hydroelectric power (about 7%).

Of course, it is impossible to say for certain what will happen in the more distant future. It could be that nuclear fusion – generating enormous amounts of energy by fusing hydrogen atoms together – will finally fulfil its promise. Or possibly solar energy will be harnessed on a much larger scale. Alternatively, an energy source barely recognised at present might come into its own.

What is certain, as things stand, we live in a world where billions of people live in a state of scarcity. That is a huge waste of human potential. It is not some hypothetical future catastrophe but one that is all too present and real. For the time being, at least, boosting energy production by all means available – including fossil fuels – is the truly moral choice.

 

My review of Jared Poley’s The Devil’s Riches: A modern history of greed was published in the Financial Times on Friday. The text follows below.

“Greed is good,” must be one of the most notorious lines in any Hollywood film. It has come to epitomise what are widely seen as the excesses of the super-rich in general and financiers in particular. The obsession with acquiring wealth is routinely blamed for many of the problems plaguing western societies.

Ironically, many remember Wall Street, the 1987 film from which the line came, as a celebration of excess. In fact, the goal of the director, Oliver Stone, was to do the opposite. The film was essentially a morality tale in which Gordon Gekko, the corporate raider who uttered the line, got his comeuppance.

The Devil’s Riches is an erudite attempt to put the idea of greed into its proper context. Jared Poley, an associate professor of history at Georgia State University, argues against the idea that greed has gradually become acceptable over time. The thrust of his argument is that the story is much more complicated.

More importantly, he makes a strong case that attitudes towards greed have played a central role in defining both the operation of capitalism and the views of its critics. What is considered a balanced view on the acquisition of wealth has varied considerably over time. Different outlooks — including liberalism, socialism and environmentalism — are also partly defined by their particular take on this question.

Poley is also insistent the meaning of greed — or near-synonyms such as avarice and covetousness — has changed substantially over the centuries. Those living in different eras have understood the concept in different ways.

Nevertheless, the first example given in Poley’s introduction has a contemporary resonance, despite dating from the 1420s. On Avarice by Poggio Bracciolini, a Renaissance humanist, tells the story of a conversation between three men at a dinner party. One of them, the host, argues that avarice is worse even than lust. Another claims that there are “collateral benefits of greed”. The final guest reaffirms the initial attack by arguing that greed is unnatural, “effeminising” and a form of self-enslavement.

So in the abstract it seems that the views expressed are not that different from contemporary ones. On the one hand, there are the critics of greed and, on the other, supporters claim that avarice can produce benefits.

But Poley is insistent the meaning of the term has to be understood in relation to its specific historical context. For example, in the Reformation of the 16th century, with the emergence of the Protestant church, the attack on greed was largely aimed at the existing church hierarchy.

Another important though subtle shift came in the Enlightenment of the 18th century. Bernard Mandeville, an Anglo-Dutch thinker, wrote about the topic in the 1720s in his famous The Fable of the Bees. In his view, avarice had a positive side as it provided the foundation for economic change. In 1726, Jonathan Swift voiced a similar view in Gulliver’s Travels. In a passage on the origin of money, Gulliver is quoted as arguing that spending can be a virtue.

Adam Smith, the most famous economic thinker of the 18th century, built on these ideas. Although Smith maintained the language of morality — he was, after all, the author of The Theory of Moral Sentiments — his argument was that economic motivation can play a positive role if it is conducted assiduously. In The Wealth of Nations there is, he says, a clear line between self-interest and avarice.

From the 19th century onwards, the idea of greed went in many different directions. Not only did it inform several political outlooks but it was viewed in different ways by disciplines such as anthropology and sociology. Mainstream economics was unusual in that it often eschewed a moral stance towards greed. Contemporary economists tend to see themselves as focusing on understanding reality, rather than tackling morals.

The main weakness of The Devil’s Riches is its sketchy character. In about 200 pages it covers almost six centuries of intellectual history. As a result, its arguments are underdeveloped at times. Nevertheless, it is a thought-provoking study of a subject that is too often taken for granted, rather than subjected to critical examination.

I recently appeared on John Mills’ Talking Economics podcast with Chris Giles, the economics editor of the Financial Times, as the fellow guest. We discussed the British steel industry, tax havens and London’s economy.

This is a text (in German) of a recent interview with me from Novo magazin on economic growth. It was conducted by Marco Visscher. The original longer version appeared in Dutch in Oneworld magazine. The headline can be translated as “sustainability hinders growth”.

Mehr Wirtschaftswachstum ist nötig, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, besonders in armen Ländern. Dabei wirkt sich der modische Nachhaltigkeitsgedanke lähmend aus.

Marco Visscher: Im vergangenen September wurden in New York bei der UN-Vollversammlung die Nachhaltigen Entwicklungsziele unterzeichnet, die Nachfolger der Millenniums-Entwicklungsziele. Kritiker finden diese Weltziele zu ehrgeizig.

Daniel Ben-Ami: Zu ehrgeizig? Das Gegenteil ist wahr. Ein Haufen Technokraten hat eine ganze Reihe eng definierter Zielstellungen formuliert, die jeder Ambition den Weg versperren. Die UNO spricht von der Beendigung extremer Armut. Niemand soll im Jahr 2030 noch von weniger als 1,25 US-Dollar leben müssen. Schön, aber wenn man nur einen einzigen Cent mehr verdient? Sollen wir uns damit zufrieden geben? Außerdem bedeutet Überwindung von Armut eine ganz andere Zielstellung als dafür zu sorgen, dass alle Menschen in armen Ländern genauso reich und wohlhabend werden können wie wir.

Der Name sagt schon alles: Ziele für eine „nachhaltige“ Entwicklung fördern nicht das Wachstum, sondern beschränken es. Entwicklung scheint nur erlaubt zu sein, wenn sie auf „grüne“, nachhaltige Weise erfolgt. Der bahnbrechende Brundtland-Bericht von 1987, wo dieser Begriff eingeführt wurde, sprach von „den Bedürfnissen der heutigen Generation“, mit besonderer Betonung der essentiellsten Grundbedürfnisse der Allerärmsten. Sind denn die Bedürfnisse, die über Obdach und Kleidung hinausgehen, etwa unwichtig? Wer Entwicklung nur nachhaltig möchte, setzt nicht die Wünsche der Bevölkerung an die erste Stelle, sondern Umweltbelange. Diesen „Weltverbesserern“ zufolge wäre es besser, weniger zu konsumieren. So teilt man verblümt mit, dass der materielle Wohlstand all der Milliarden Menschen, die weniger haben als wir, nicht als erstrebenswert gilt.

Kann die Erde überhaupt so viel Wohlstand verkraften?

Das muss man sehen. Umweltprobleme werden oft überschätzt, unser Talent, Lösungen dafür zu finden, hingegen oft unterschätzt. Warnungen, dass uns die Ressourcen ausgehen, hören wir schon seit Jahrzehnten. Stattdessen nehmen die Reserven zu oder wir stoßen auf bessere und günstigere Alternativen. Die Wissenschaft kann nicht diktieren, auf welche Weise wir die Umwelt schonen oder wie wir mit Klimaveränderung umgehen sollen; das sind politische Fragen, die in eine demokratische Debatte gehören. Meiner Meinung nach liegt es auf der Hand, dass eine technologisch fortgeschrittene Wohlstandsgesellschaft angemessener mit den Folgen der Klimaveränderungen umgehen und sich besser um die Umwelt kümmern kann.

Fortschritt geht oftmals mit Umweltschäden einher.

Bedauerlicherweise trifft das zu. Aber die Erfahrung zeigt gleichermaßen, dass Wirtschaftswachstum die Möglichkeit bietet, die Schäden zu reparieren. Vor noch nicht mal zwei Generationen war die Themse in London ein dreckiger Fluss, der Erkrankungen auslösen konnte. Umfangreichen Maßnahmen sei Dank ist sie nun sauber und viel mehr Fische schwimmen darin; Vergleichbares gilt für den Rhein. Diese Maßnahmen hätte man nie ergriffen, wenn wir nicht wohlhabender geworden wären. Ab einem bestimmten Wohlstandsniveau machen wir uns Sorgen um die Natur und scheuen die Kosten nicht, uns besser um sie kümmern.

Nach diesem allgemeinen Muster erzielen wir Fortschritte. Wir machen etwas, um ein Problem zu lösen. Unsere Lösungen lassen wieder neue Probleme entstehen, und die lösen wir dann erneut. Wir erfinden z.B. das Auto, um mobiler zu werden und irgendwann treten dann Probleme wie Abgasbelastung auf. Taugen diese Probleme als Argument gegen die Erfindung und den Bau von Autos? Wohl kaum. Es zeigt sich dabei einfach, dass Fortschritt als interaktiver Prozess verläuft.

Sind Sie dann der Meinung, dass die Chinesen die Luftverschmutzung als unvermeidliche Nebenwirkung des Wirtschaftswachstums hinnehmen müssen?

Diese Abwägung ist Sache der Chinesen. In China besteht bei der Luftqualität ein großes Problem. Gleichzeitig konnten in den letzten 30, 40 Jahren erhebliche Fortschritte verzeichnet werden: besseres Essen, mehr Gesundheit, längeres Leben, bessere Bildung, mehr Besitz, mehr Reisen. Das alles haben die Chinesen der billigen Energie aus den Steinkohlekraftwerken zu verdanken. Denkbar wäre, dass die Chinesen bei all diesen Verbesserungen ihres täglichen Lebens die zeitweilig schlechte Luft in Kauf nehmen. Diese Möglichkeit scheinen die Wachstumsskeptiker zu übersehen.

Um wen handelt es sich bei diesen Wachstumsskeptikern?

In den „zivilisierten“ Kreisen der Gesellschaft ist Wachstumsskepsis mittlerweile weit verbreitet, fürchte ich. Unter Wachstumsskepsis verstehe ich das Problematisieren von Wirtschaftswachstum, das ständige Betonen seiner negativen Aspekte und das Ignorieren seiner positiven Seiten. Wachstumsskepsis findet sich bei allen, die sich auf Gebieten wie Umwelt und Nachhaltigkeit engagieren. Sie findet sich bei allen, die sich „links“ oder progressiv nennen. Sie findet sich bei braven, anständigen Kommentatoren und Journalisten. Und sie findet sich unter Politikern und Staatslenkern, die sich darin wiederum durch modische UN-Berichte gestützt fühlen. Am traurigsten finde ich, wie die Wachstumsskepsis unter Sozialisten zugeschlagen hat. Historisch betrachtet ging es der linken, progressiven Politik gerade nicht darum, sondern um die Verbesserung des Lebensstandards der Unterschicht.

Linke Politiker werden doch nicht so weit gehen, dass sie Wirtschaftswachstum verteufeln?

Das stimmt, es gibt kaum jemanden, der sich gegen Wirtschaftswachstum ausspricht. Man hört jedoch immer ein Wenn und Aber. Ich bin für Wirtschaftswachstum, heißt es etwa, aber wir müssen doch die Umwelt schützen. Aber Geld macht doch nicht glücklich. Aber es darf nicht zu höherer Ungleichheit führen. Das ähnelt unserem Denken über Meinungsfreiheit. Niemand ist offiziell dagegen, aber ständig werden Vorbehalte gegen Meinungen ins Feld geführt, die andere beleidigen oder kränken.

Wo Sie zunehmende Ungleichheit ansprechen – machen Sie sich darüber Sorgen?

Die Ungleichheit kann zwar zunehmen, aber das scheint mir ein akzeptabler Nebeneffekt zu sein, wenn der Lebensstandard der Massen steigt – und das ist unverkennbar der Fall.

Zum Abschluss: Wie können wir Wirtschaftswachstum erzielen?

Das muss jedes Land selbst bestimmen. Aber meines Erachtens bilden unser mangelnder Ehrgeiz und unsere Umweltsorgen die größten Hindernisse. Arme Länder geraten unter politischen und moralischen Druck von außen, auf Großprojekte im Straßenbau, bei Staudämmen und in der industriellen Landwirtschaft zu verzichten und sich stattdessen auf Kleinmaßnahmen zu konzentrieren: Biobauern, Mikrokredite, Solaröfen. Fortschritt bewirkt man hingegen, indem man natürliche Grenzen überschreitet und moralische Einwände in Frage stellt.

Nachhaltigkeit bremst Wachstum. Ob man sich jetzt als grün oder als links definiert: Wachstumsskepsis ist äußerst konservativ. Die ganze Vorstellung, man müsse sich im Interesse künftiger Generationen zurückhalten, geht auf den irischen Philosophen und Politiker Edmund Burke zurück, den Begründer des Konservatismus im 18. Jahrhundert. Dasselbe Festklammern am Bewährten und derselbe Argwohn gegen soziale Veränderung spiegeln sich im heutigen Gerede über Nachhaltigkeit wider.

 

The video recording of my Berlin Salon debate on “Do we need economic growth?” is now online.

The audio recording of my Berlin Salon debate on “Do we need economic growth?” is now online. It turned out to be a fiery exchange in places.

I will be debating “Do we need economic growth?” at the Berlin Salon on the evening of 7 April. The discussion is in English and entrance is free. More details are available here.

This is the text of my recent book review on tax havens for ft.com

One of the biggest potential rifts in modern societies is that between great wealth and democracy. The ideals of formal equality, such as equal rights and one vote for every adult, are widely accepted. On the other hand, there is an influential school of thought that argues gross economic inequalities can undermine democratic societies.

The contemporary critics are not generally akin to the socialists of yesteryear. They are not arguing for the abolition of capitalism or the creation of a classless society. Their call is essentially for new forms of regulation of existing societies. Prominent supporters of this approach include many members of what called by called the technocratic elite. These are technical experts with close ties to government and top universities.

Gabriel Zucman’s The Hidden Wealth of Nations (Chicago Press, 2015) fits into this tradition. The assistant professor of economics at the University of California, Berkeley, makes a case for much tighter regulation of tax havens. In his view, offshore centres such as Switzerland, Luxembourg and the Cayman Islands enable the super-rich to evade paying their rightful share of tax. Given his background it is not surprising that his case is firmly grounded in data.

If that was all it was it would be an interesting and relatively accessible technical study of tax havens. The problem lies in some of the grand claims made for it. In a foreword to the book, Thomas Piketty, one of the world’s best-known experts on inequality and Zucman’s PhD supervisor, suggests his protégé’s work is an important contribution to understanding one of the main threats to democracy. Piketty goes on to argue that what makes it particularly significant is its grounding in data and solutions rather than just abstract principles.

To be fair to Zucman, his book should first be examined in its own terms. It is to his credit that he has written a new book in clear English (translated from the original French) rather than simply tweak his doctorate. For anyone who follows finance it should prove relatively accessible.

The author also provides a useful thumbnail sketch of the history of tax havens. The backdrop to this story is the transformation in the nature of wealth. By the mid-19th century, financial wealth (such as shares and bonds) had taken over from land ownership as the main form of assets held by the rich in the industrialised nations. But it was not until the 1920s, when the main countries started levying taxes on large fortunes, that Switzerland emerged as an important offshore financial centre. But it was not until the 1980s that new centres of wealth management emerged including London, Hong Kong, Singapore, Jersey, Luxembourg and the Bahamas.

Zucman also makes a valiant attempt to estimate the amount of assets held in tax havens. He comes up with a conservative estimate for the cost of global tax evasion of 8 per cent of the financial wealth of households. That is equivalent to about 1 per cent of the total revenues raised by governments worldwide. He uses various means to come up with this total including the discrepancy between assets and liabilities in the international investments positions of countries. On a global level, these should theoretically be equal but in practice there always seem to be more liabilities than assets. This “hole” is the point of departure for Zucman’s estimate of the illicit wealth held in offshore centres.

In the final part of the book he proposes measures to deal with this problem. These include the creation of a global financial register so there is a centralised record of the ownership of assets. Zucman also favours sanctions against uncooperative territories. Such measures are explicitly meant to complement Piketty’s proposal for a global wealth tax.

The problem with the book is precisely what Zucman and Piketty see as its greatest strength: its emphasis on data. Estimating the extent of offshore wealth is fine but it cannot resolve or even identify the fundamental problems the world is facing. Even a perfect estimate of this figure would not answer the question of what should be done about it. That is a political and moral question.

This narrow approach also sidesteps what are arguably far more important questions, for example, the social power that arguably accompanies the ownership of substantial productive capacity – or the role that an intrusive state can play in undermining individual freedom.

Such questions belong in the realm of abstract principles, and in politics, rather than technical economics.

Yesterday the Financial Times published two book reviews by me: a piece on Dark Money by Susan Mayer and another on The Hidden Wealth of Nations by Gabriel Zucman.The text of the former, a study of the Koch brothers and their influence on American politics, appears below. I will upload the text of the other book at a later date.

To many of their critics they are almost evil incarnate. The fabulously wealthy industrialists, Charles and David Koch, are accused of corrupting US politics for the benefit of the super-rich and the detriment of ordinary Americans. They have, in this view, promoted a dense web of pro-free market organisations in an attempt to distort political debate to further their own narrow commercial ends.

Dark Money: The Hidden History of the Billionaires Behind the Rise of the Radical Right (Random House) is essentially a dossier written for those who share that perspective. Jane Mayer, who has worked as an investigative journalist for The New Yorker for more than two decades, has written an exhaustive study of the brothers’ attempt to influence public opinion. There is little if any attempt to persuade the non-partisan.

No doubt most if not all of what Mayer says is true. Indeed, in outline at least, much of it is uncontentious: the Koch brothers are fabulously wealthy (about $43bn each, according to the Forbes list of the world’s billionaires); they have long used part of their wealth to support think-tanks; and they have close connections with like-minded billionaires. Mayer dubs this network the “Kochtopus” to describe its many-tentacled approach.

In recent years, the brothers have come to play a more central role in influencing US electoral politics. In practice, this has meant supporting candidates who are on what could be defined as the radical right of the Republican party.

Dark Money is for those who want more detail. It outlines the family’s history including a guilt-by-association revelation that the brothers’ father Fred, the founder of the dynasty, had business links with Nazi Germany and Stalin’s Soviet Union. It explores how the brothers moved from a position of keeping a distance from mainstream politics — in 1980, David stood as the Libertarian party candidate to be vice-president of the US — to close involvement. It also outlines the numerous organisations and individuals through which the Koch brothers promote their world view.

For the non-partisan reader, the obvious question is likely to be one of double standards. Although there is no doubt that the Kochs support conservative causes (at least if that term is misleadingly defined to include libertarianism) what about the wealthy backers of liberal movements (in the American sense)?

Dark Money addresses this objection several times but only in passing. Mayer mentions that Barack Obama and the Clintons have received substantial financial backing from Wall Street titans. She also points to George Soros as an example of a billionaire who has supported many liberal causes. Her riposte is that the conservatives spend much more in the aggregate to influence the political process and they are more secretive.

The more interesting question is the exact nature of Mayer’s objection to the Kochs. A careful reading of the book makes this clear. Fundamentally, she seems to be suggesting that it is that the brothers influence politics in order to pursue their own commercial interests. Their promotion of free market ideas is, in her view, designed to benefit their business. But this begs the question of what she expects them to do. It would certainly be perverse to argue they should campaign against their own interests.

There is a long history of political realism, going back to ancient Greece, that sees politics as fundamentally a question of interests. The organised political sphere in a democracy provides a forum in which competing interests can be peacefully resolved.

Mayer does not explicitly spell out an alternative in Dark Money but her preferences are clear. She makes numerous references to the disinterested views of highly educated experts on subjects ranging from economics to climate change. Yet the public often dislikes such experts for good reason. These functionaries are frequently wrong, a possibility Mayer naively discounts, and they all too often take a disdainful view of the mass of the population.

If conservative billionaires such as the Kochs or Donald Trump are enjoying political success it is because their opponents fail to offer an inspiring vision. Rather than obsessing over the influence of the super-rich, the critics should reflect on their own failure to project an alternative.